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 Neue Energiewirtschaft
Das Thema ist etwas für Fachleute, die über den Tellerrand blicken, nichts für Fachidioten.

 Abwehrstrategien
Der Kampf um die Definitions-macht unserer Staats – & Wirt-schaftsarchitektur ist in vollem Gange.

  Neue Energiewirtschaft

Haushaltssicherungskonzepte & Denkinvestitionen in die Zukunft sind kein Wider-spruch.

 

’Das Thema ist etwas für Fachleute, die über den Tellerrand blicken, nichts für Fachidioten.’ Mit diesem provokanten Satz ging Horst Engel MdL, Gruppesprecher der Vereinigung der liberalen Kommunalpolitik im Regierungsbezirk Köln (VlK) Anfang des Jahres zum wiederholten Male in die Offensive.

 
 

 Es folgte eine Reihe von Telefonaten, daran schlossen sich Erfahrungsaustausch-Gespräche mit Unternehmern auf der Suche nach einer kurzen prägnanten Darstellung zum Thema an.

In dem Autoren-Team dieses Artikels fand Engel, was er suchte. Innovative, mittelständische Kleinunternehmer, die über ausgewiesene Fachkompetenz in ihren angestammten Feldern verfügen, seit Jahren mit dem Thema befasst sind, Beide Autoren sind Mitverfasser und Mit-Initiatoren des FFSR-1 – einer Schrift zur Neuausrichtung dt. Energiepolitik.

 
 

Energiecontracting in Zeiten wie diesen, eine Finanzierungsalternative?

 
 

Energie und damit Energiekosten zu sparen ist keine Kunst. Das sagt sich scheinbar so leicht. Doch die Realität lehrt etwas anderes. Knallhartes Finanz-Controlling findet sich bisweilen neben spürbarer Finanzierungsunwilligkeit. Selbst in Zeiten wie diesen bedarf es bei aller sachlichen Übereinstimmung sehr viel Einfühlung und Überzeugungsgeschick, um verantwortliche Personen aus den vertrauten Bahnen ihrer Aufgabenwelt zu lotsen und mit dem Thema Contracting vertraut zu machen. Es ist ein enormer mentaler Schritt notwendig, so die beiden Autoren, um sich auf das Contracting als zukunftsweisendes Finanzierungsinstrument einzustellen. Sonst erscheinen die häufig notwendigen Investitionen vorschnell als nicht rechenbar und sie werden aus vielerlei Gründen als Hemmnis für einen kosteneffizienten und gleichzeitig ökologischen Gebäudebetrieb genommen. Contracting ist eine Dienstleistung, die mehrere Probleme des Gebäude- oder Anlagenbetriebs sowie der Finanzierung quasi wie aus einer Hand lösen kann. Beratende Ingenieure haben sich darauf spezialisier,t den Fremdbetrieb durch Contracting mit dem Eigenbetrieb zu vergleichen, um so die wirtschaftliche Alternative herauszufinden.

Zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen sind bekannt. Bei Beleuchtungsanlagen können 50% Energie gespart werden. Lüftungsanlagen laufen, wann sie wollen, und sind überdimensioniert, so dass auch hier schnell 80% Energie eingespart werden kann, in Worten achtzig. In die Heizzentrale älterer Gebäude schaut ein Energieberater ebenfalls besser nicht hinein, da ihn das Glücksgefühl den Verstand kosten könnte. Und schließlich spart Energiemanagement, also die vernünftige Verwaltung energietechnischer Anlagen, bis zu 20% Energie, ohne dass in Anlagentechnik investiert werden muss.

Und dennoch werden viele Kostensparpotentiale nicht genutzt. Dr. Bernhard Frohn von der VIKA Ingenieurgesellschaft aus Aachen beschreibt das Problem: „Leider fehlt immer noch das know how über die Energiesparmaßnahmen und deren Umsetzung. Die Technik ist aber vorhanden und bewährt. Hier gibt es nichts zu entwickeln, sondern nur sinnvoll anzuwenden.“ Häufig scheitert die Sanierung jedoch an der Liquiditätsfrage oder daran, dass andere Interessen den Vorrang haben, so Frohn weiter.

Wir können zeigen, dass die Frage der Liquidität keine unumstößliche Größe mit Ewigkeitswert darstellt, so Stelzner. Denn in vielen Fällen amortisieren die eingesparten Energiekosten die Investition in der Lebenszeit der Anlagentechnik. Von daher liegt es nahe, einen alternativen Weg für den Griff in das eigene Portemonnaie zu suchen: Contracting ist eine solche Alternative für die Finanzierung - und mehr.

Beim Contracting übernimmt ein Dritter nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Planung und Umsetzung der Maßnahmen. Je nach Contractingmodell erhält der Contractor für den Verkauf von Licht, Wärme, Kälte oder Luft eine feste Rate und ist selbst Einkäufer von Strom oder Gas. Da liegt es auf der Hand, dass er im eigenen Interesse für eine energieeffiziente Anlagentechnik sorgt. Handelt es sich um das sogenannte Energiesparcontracting, dass bei besonders lukrativen Sparpotentialen angewendet wird, so ist es sogar denkbar, dass zum Beispiel die Kommune, unmittelbar an den Einsparungen partizipiert.

Bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen nicht doch in Eigenregie vorgenommen werden sollen, da ja auch der Contractor seinen Gewinn erwirtschaften muss. Tatsächlich sollte diese Frage gründlich vor einer Entscheidung erörtert werden.

Unabhängig beratende Ingenieurbüros, wie VIKA, haben sich darauf spezialisiert, den Einsatz von Contracting mit dem Gebäude- und Anlagenbetrieb in Eigenregie zu vergleichen.

„Häufig scheitert der Eigenbetrieb der Anlagentechnik schon an den internen Kapazitäten. Den Ämtern wird gesagt, macht mal, ihr habt ja die Leute., Dabei ist jedem sofort klar, dass bestenfalls die Instandsetzung mit den Personalkapazitäten durchgeführt werden kann, geschweige denn eine weitgreifendes Sanierungskonzept.“ beschreibt Dr. Frohn ein banales Problem vieler Kommunen.

Die Analyse des Bestandes und damit die Abschätzung des Kostensparpotentials ist der erste Schritt in der Konzeptfindung. Maßnahmen, die sich schnell amortisieren, sind für jeden Contractor besonders interessant. Sie darüber hinaus auch mit relevanten Maßnahmen zu kombinieren, die aus Sicherheitsgründen oder aus funktioneller Gewährleistung heraus notwendig sind, ergeben jedoch erst eine umfassende Zielführung.

Durch eine Ausschreibung ermittelt der beratende Ingenieur das sinnvolle Sanierungskonzept, den günstigsten Anbieter und er vergleicht das Modell mit dem Betrieb in Eigenregie. Dabei gehen in die Bewertung zahlreiche Aspekte aus Technik, Recht und Betriebswirtschaft ein. Folgende Fragen werden zum Beispiel erörtert:

  • Sind die internen Personalressourcen hinsichtlich Kapazität und know-how in der Lage, die Maßnahmen umzusetzen?

  • Besitzt der Contractor die notwendige Kompetenz und Erfahrung? (mentale Fragen)

  • Wie entwickelt sich der Preis in der Zukunft (Sensitivitätsanalyse der angebotenen Preisgleitklausel)?

  • Ist Versorgungssicherheit gegeben?

  • Wie ist der Eigentumsübergang nach Laufzeit des Contractingvertrages geregelt?

  • Sind alle Kostenaspekte enthalten, so dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden?

  • usw.

Bei Kommunen sollte die Ausschreibung von Contractingleistungen und der Vergleich mit der Eigenregie durch Spezialisten begleitet werden. Ein Ingenieur, dem die Grundlagen der Juristerei nicht fremd ist, und ein Jurist, dem es gelingt in Anlagentechnik zu denken, sind sicher ein gutes Team für die fallstrickfreie Vergabe von Contractingleistungen. Oftmals ist es jedoch die Moderation durch einen fachfremden Dritten mit hohem Sachverstand, der in der Lage ist, die Einwände und Widerstände der Interessenten und Entscheider so zu bearbeiten bzw. zu deuten, dass es zu einem effizienten Arbeitsablauf für alle Beteiligen kommt. Leider gibt es in der Tat eine große Zahl an möglichen Fehlern, über die gerne ausführlich berichtet wird, so dass mancher vor Contracting oder zumindest vor der Beschäftigung mit dem Thema zurückschreckt.

Das ist bedauerlich. Den schließlich gewinnen bei einem gut angelegten Contractingprojekt alle. Die Kommune erhält sanierte Anlagen und Gebäude und spart Energiekosten, der beratende Ingenieur verkauft seine Leistung, der Contractor ebenso und auch die regionale Wirtschaft, wie das Handwerk, kann davon profitieren, wenn sie gezielt zum Beispiel in die Umsetzung eingebunden wird.

„Nicht alle Anwendungsfälle von Contracting rechnen sich tatsächlich und unmittelbar für Alle.“, so Frohn. „Wenn eine Ersatzinvestition vorgenommen werden muss, die keine Energie spart, kann auch das Contractingmodell keine Wunder bewirken. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, lukrative Contracting-Potentiale zu finden und für alle gewinnbringend umzusetzen.“

Dass auch die Umwelt schließlich zu den Gewinnern zählt, erklärt sich von selbst. Energieeinsparung ist immer auch eine Umweltentlastung.

Weiterführende Informationen zum Thema Contracting gibt der Leitfaden Contracting des Landes NRW, der bei der Energieagentur NRW zu beziehen ist.

Die Autoren:
Dr. Bernhard Frohn
Dr. Wolf – D. Stelzner

 
Das FFSR-1

Das vorliegende Papier wurde federführend von der Vika Ingenieurgesellschaft Aachen und der WDS - Gesellschaft für Unternehmensentwicklung, Köln konzipiert.

Tragende Säule des Papiers ist der Erfahrungshintergrund aller beteiligten Autoren.

So sind zukunftsgerichtete Erfordernisse aus Beobachtungen international tätiger Energieberater ebenso eingearbeitet worden wie Stellungnahmen unternehmerisch denkender Bundespolitiker oder Gesprächspartner der deutscher Energiewirtschaft.

Das Papier steht für

·        einen ideologiefreieren und weniger angstbesetzten Umgang mit dem
      Thema Energie (Energiekonsensfähigkeit in der Bevölkerung)

·        eine Kurskorrektur in der verzerrten Wettbewerbslandschaft , entstanden
      durch Liberalisierung etc.

·        für einen Blickwechsel von Zentralisierung zu Dezentralisierung

·        Erhaltung der Forschungsfreiheit - was kommt eigentlich nach der
      Atomenergie, wenn sie weiter verfolgt werden kann

·        Erhöhung der Handlungsoptionen / der Freiheitsgrade von Unternehmen

·        Ein verändertes gesellschaftliches Bewusstsein im Umgang mit
      Selbstständigkeit und Staat

Die federführende Gruppierungen Vika - Aachen und WDS - Köln hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt bewusst auf die Veröffentlichung und Einarbeitung von Graphiken verzichtet.

Das Copyright des FFSR-1-Papieres liegt bei den Herren Frohn, von Rothkirch, Rohde, Stelzner.

Download FFSR- 1 Deckblatt >>
Download FFSR- 1 Inhaltsverzeichnis >>
 
     
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